Rückblick Ökumenischer Tag der Innovationen
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Rückblick Ökumenischer Tag der Innovationen

„Nicht jede Neuerung ist schon eine Innovation“, sagt Daniel Spang von der Firma Renolit. Seine Präsentation beim ökumenischen Innovationstag am 30. Mai 2026 in Worms war nur eine von sechs Innovationsorten in der Stadt. Teilnehmer aus dem Bistum Limburg und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) besuchten das Digital Hub, waren bei den digitalen Projekten der Volksbank, lernten die neue City App der Stadt kennen oder genossen den Gemeinschaftsgarten in Pfifflingheim. Sogar die Hochschulseelsorge konnte neue Konzepte zeigen. 

Beim Ökumenischen Tag der Innovationen ging es darum, andere Menschen und Gruppen kennenzulernen, die ebenfalls an innovativen Projekten arbeiten. Zehn kirchliche Projekte hatten sich angemeldet und luden im Anschluss an die Stadtprojekte zum Gallery Walk im Haus am Dom ein. Das Spektrum reichte von Co-Working-Space bis Demenztage. Auch der Wormser Caritas-Gemeinschaftsgarten war dabei. Von Bienenstöcken bis zum Lagerfeuergottesdienst, von Pflanzgruppe bis zu Outdoor-Camps bietet der Garten auf 3.500 Quadratmetern 44 Gruppen Raum zur Entfaltung.

Die Katholiken in Viernheim müssen für drei von vier ihrer Kirchen eine neue Nutzung finden und binden die Bevölkerung aktiv ein. Gemeinsam mit der Stadt Viernheim haben sie zu einem mehrstufigen Beteiligungsprozess eingeladen, in den die allgemeine Öffentlichkeit eingebunden ist.  Am 22. Juni 2026 wollen sie das Resümee veröffentlichen. Lena Brugger ist Pfarrerin für Innovation im Evangelischen Dekanat Mainz. Sie ist sich sicher, dass Glaube, Spiritualität und Gemeinschaft heute noch relevant sind und neu entdeckt werden können – „jenseits von Sonntagsgottesdienst und Gemeindesaal“. 

„Glänzende Möglichkeiten“ sieht evangelische Pröpstin Henriette Crüwell in den Innovationen, die sich jetzt bei den Kirchen auftun. „Innovation gehört zum Wesen der Kirche, die sich als Lerngemeinschaft versteht.“ Deshalb müsse die Kirche zu den Menschen gehen und nach ihren Bedürfnissen fragen. Allerdings sei Innovation in der Kirche nicht dasselbe wie in der Wirtschaft, ergänzt Stephanie Rieth, die Bevollmächtigte des Generalvikars im Bistum Mainz. Denn die Kirche habe kein neues Produkt, dass sie als Innovation ausgeben kann. Aber die Weise, wie wir die gute Nachricht von Gott leben, erzählen und mit Menschen teilen, brauche immer wieder neue Formen, neue Worte und neue Zugänge. „Denn eine Kirche, die nicht lernfähig ist, läuft Gefahr, unverständlich zu werden.“

Der ökumenische Innovationstag brachte selbst neue Ideen hervor, die zu Innovationen werden können. Dazu gehört die Idee einer Kulturkirche oder die Möglichkeit, wertvolle Veranstaltungen mehrfach an verschiedenen Orten anzubieten

Die EKHN hat einen Innovationsfond von 3,2 Millionen Euro aufgelegt und fördert vielversprechende Projektideen mit bis zu 50.000 Euro. Erfolgreiche Projekte zeigt die Website www.ekhn-spielraeume.de.

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